Die Klasse 3a besucht das Verkehrszentrum des Deutschen Museums
Schon die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln brachte uns in den Kontakt mit der Verkehrstechnik. Das war sehr aufregend für einige Schülerinnen und Schüler, die zum ersten Mal in ihrem Leben einen U-Bahn-Waggon betraten.
Im Museum nahmen wir uns drei Exponate besonders vor.
Zunächst ging es um die bayerische S 3/6, angeblich die schönste Lok der Welt. Die Schüler fanden selbst heraus, dass die mannshohen Antriebsräder dazu dienten, bei einer Umdrehung möglichst viel Strecke zu machen. Lokomotiven dieser Art wurden für Schnellzüge gebaut und erreichten im Regelbetrieb sensationelle 120 Stundenkilometer.
Dann betrachteten wir den ikonischen „Käfer“, der ja ein preisgünstiger „Wagen fürs Volk“ werden sollte. Die Kinder erkannten sofort den Grund für seinen Spitznamen. Mit dem Überfall Hitlers auf die Nachbarländer zerplatzte der Traum derer, die für ihren Käfer gespart hatten: VW baute Autos fürs Militär. In den Nachkriegsjahren begann die eigentliche Erfolgsgeschichte des „Kugelporsche“ aus Wolfsburg. Viele Schülerinnen und Schüler entdeckten das farbige Stadtwappen am Bug.
Zuletzt schauten wir uns noch den ausgestellten Triebwagen der Berliner S-Bahn an. Woher kam der Strom? Stromabnehmer und Stromschiene waren schnell gefunden. Die Züge der „Schnellbahn“ fuhren im 90 Sekunden-Abstand, zum Teil auf Brücken über dem Straßenverkehr und zum Teil unterirdisch. Als Westberlin durch den Mauerbau eine „Insel“ in der DDR war, gab es „Geisterbahnhöfe“: Die S-Bahn fuhr unter Ostberlin hindurch und hielt in den schummrig erleuchteten und streng bewachten Stationen nicht an.
Unser Unterrichtsgang war ein kleines Abenteuer: Auf dem Rückweg musste unsere Klasse die menschengefüllte Bahnhofshalle des Münchner Hauptbahnhofs ziemlich zügig durchqueren. Unsere Mission war zum Glück erfolgreich und wir kamen vollständig an der Schule in Huglfing an.
Fotos: Julia Müller – Text: Bernhard Apel


